Didi Weidmann's Blog
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Frühfremdsprachenunterricht|Frua fremdlingvoinstruado

Studie: Auswirkungen des frühen Fremdsprachenunterrichts an den Primarschulen des Kantons Zürich auf die sprachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarschule
Lic. phil. Dietrich Michael Weidmann, Geschäftsleiter der Allsprachendienst Esperanto GmbH, Uster, Mai 2014

Schon seit einem Jahrhundert beten die Fachleute das Dogma nach, dass je früher man mit dem Fremdsprachenunterricht beginne, desto besser die Kinder die Sprachen beherrschen würden. In den 1990er Jahren wurde an den meisten Schweizer Schulen damit begonnen, eine zweite Landessprache bereits in der Primarschule zu unterrichten. In den meisten Kantonen war dies ab der 5. Klasse. Anfang der 2000er Jahre wurde in der Wirtschaft der Wunsch wach, dass man auch die englische Sprache bereits an der Primarschule unterrichten sollte. Die Idee, in der Deutschschweiz das Französische beziehungsweise in der Westschweiz das Deutsche durch das Englische zu ersetzen, war immer ein Tabu, da die Politiker dies als ein Angriff auf die Einheit der schweizerischen Nation ansahen. Die einzige Lösung bestand somit darin, die englische Sprache zusätzlich zur französischen einzuführen. Seit 2012 lernen jetzt die ersten Kinder im Kanton Zürich gleichzeitig 2 Fremdsprachen in der Primarschule, dabei wurden aber zunehmend Probleme sichtbar. Eltern und Lehrerschaft beklagten sich, dass sie eine Überlastung der Kinder beim gleichzeitigen Lernen zweier Fremdsprachen beobachten würden. Bedauerlicherweise fehlen bis heute fast vollständig Untersuchungen über die Wirkung des Frühfremdsprachenunterrichts. Das Dogma, dass Kinder eine Sprache umso besser erlernen, je früher sie mit dem Unterricht begännen, ist nie kritisch hinterfragt worden. Es besteht der Verdacht, dass man hier offensichtlich den Muttersprachenerwerb mit dem Fremdsprachenerwerb verwechselt.

Studaĵo: Efikoj de la frua instruado de fremdaj lingvoj en la bazaj lernejoj de Kantono Zuriko al la lingvaj kapabloj de la gerlernantoj fine de la sekundara lernejo
Lic. phil. Dietrich Michael Weidmann, mastrumanto de Allsprachendienst Esperanto GmbH, Uster, en majo 2014

Jam de jarcento fakuloj ripetadas la dogmon, ke ju frue oni instruas fremdajn lingvojn, despli bone la infanoj poste mastrumos ilin. En la 1990-aj jaroj oni en la plej multaj kantonoj de Svislando tial komencis ekinstrui duan nacian lingvon jam en la baza lernejo. En la plej multaj kantonoj tio estis en la 5-a klaso. Komence de la 2000-aj jaroj venis de la ekonomio la premo kaj deziro, ke oni devus ankaŭ instrui la anglan lingvon en la bazaj lernejoj. La ideo anstataŭi la francan en Alemanio respektive en Romandio la germanan per la angla estis ĉiam tabuo, ĉar politikistoj tion interpretis kiel atako al la unueco de la svisa nacio. Do sola eblo estis enkonduki la anglan aldone al la franca lingvo. Ek de 2012 en Kantono Zuriko nun la unuaj infanoj lernas samtempe 2 fremdajn lingvojn en la baza lernejo, sed montriĝis pli kaj pli da problemoj. Gepatroj kaj geinstruistoj plendadas, ke ili observas troan ŝarĝiĝon de la infanoj kun la samtempa studado de du fremdaj lingvoj. Bedaŭrinde ĝis hodiaŭ praktike komplete mankas esploroj pri la efiko de la frua instruado de fremdaj lingvoj. La dogmo, ke infano lernas lingvon despli frue jupli frue li aŭ ŝi ekstudas, neniam estis kritike enketita kaj pridemandita. Ekzistas la suspekto, ke oni ĉi-tie evidente miksas la akiron de la denaska lingvo kun la akiro de fremda lingvo.

Es gibt zwar bereits diverse Studien zum Beispiel der Pädagogischen Hochschule Zürich über die Ergebnisse des Fremdsprachenunterrichts an den Primarschulen, bisher kaum untersucht wurde aber, welchen Einfluss dieser Unterricht auf die Sprachkompetenz nach der Sekundar- oder gar nach den weiterführenden Schulen hat. Im März 2014 lancierte ich aus diesem Grund eine Umfrage bei der Sekundarlehrerschaft im Kanton Zürich. Bedauerlicherweise nahmen von den über 100 angefragten Schulgemeinde nur gerade 14 an der Umfrage teil, weshalb diese natürlich nicht repräsentativ ist und somit keine wissenschaftlich gesicherten Ergebnisse vermittelt. Trotzdem lassen sich aus den gefundenen Ergebnissen interessante zum Teil erstaunliche Tendenzen ablesen.

Tatsache ist, dass die französische Sprache seit 1995 ab der 5. Klasse an den Primarschulen des Kantons Zürich unterrichtet wird und dass der Unterricht der englischen Sprache ab der 2. Klasse ab dem Jahre 2008 eingeführt wurde, wobei die Einführung 2012 abgeschlossen war.

Jam ekzistas diversaj studoj ekemple de la Pedagogia Altlernejo de Zuriko pri la rezultoj de la fremdlingva instruado en la bazaj lernejoj, tamen ĝis nun apenaŭ estas esplorita la influo de tiu instruado al la lingva nivelo post la sekundara lernejo aŭ eĉ la pli altaj lernejoj. En marto 2014 mi tial faris enketon ĉe la senkudarlernejaj instruistoj de Kantono Zuriko. Bedaŭrinde de la pli ol 100 kontaktitaj lernejaj komunumoj nur 14 partoprenis en la enketo, kiu tial tute ne estas reprezenta kaj do ne donis sciencan certecon pri la trovitaj rezultoj . Malgraŭ tio la trovitaj rezultoj montras interesan tendencon kaj estas okulfrapaj.


Fakto estas, ke la franca lingvo ek de la lernejojaro 1995 estas instruita en Kantono Zuriko ek de la 5-a klaso, kaj la instruado de la angla lingvo ek de la 2-a klaso estis enkondukita ek de la jaro 2008 – la enkonduko dauris tamen ĝis 2012.

In meiner ersten Frage wollte ich von den Lehrpersonen wissen, wann der Frühfranzösischunterricht und wann der Frühenglischunterricht eingeführt worden sei. Auffallend: Fast alle Lehrpersonen wussten, dass die Kinder seit der 5. Klasse Französisch und seit der 2. Klasse Englisch lernen. Dennoch gab nicht ein einziger die richtige Antwort, wann der Frühfremdsprachenunterricht eingeführt worden war. Das zeigt deutlich, dass auf der Stufe der Sekundarschule ganz offensichtlich ein gewaltiges Informationsdefizit drüber herrscht, was man an der Primarschule macht. In Anbetracht der Tatsache, dass der Unterricht an der Sekundarschule auf dem, was die Kinder bereits aus der Primarschule wissen, aufbauen sollte, muss man vermutlich die Ergebnisse über den Misserfolg des Sprachunterrichts insbesondere bezüglich der französischen Sprache relativieren. Viele der Lehrpersonen antworteten, dass die Einführung des Frühfranzösischunterrichts 2012 erfolgt sei, zu diesem Zeitpunkt war jedoch die Einführung des Frühenglischunterrichts abgeschlossen, während der Französischunterricht ja bereits 1995 eingeführt worden war. Ganz offensichtlich hatten nur jene Lehrer, die bereits sehr lange unterrichten, in ihren Klassen überhaupt jemals Kinder, die keinen Frühfranzösischunterricht genossen, mit Ausnahme von Kindern deutscher Einwanderer, die in Deutschland keinen Französischunterricht hatten.


Mi faris unue la demandon, kiam estis enkondukita la frua instruado de la franca kaj kiam de la angla. Okulfrapa: Preskaŭ ĉiuj sciis, ke la infanoj lernis la francan ek de la 5-a kaj la anglan ek de la 2-a klaso. Tamen eĉ ne unu donis la korektan respondon, kiam tio estis enkondukita. Tio fakte montras, ke sur la ŝtupo de la sekundara lernejo ekzistas konstatebla informodeficito, pri kio oni faras en la baza lernejo. Konsiderante la fakton, ke la instruado de la sekundara lernejo ja devus baziĝi sur tio, kion la infanoj jam scias de la baza instruado, oni devas supozeble relativigi la rezultojn pri la malsukceso de la lingvo-instruado precipe rilate la francan lingvon. Multaj de la instruistoj respondis, ke la enkonduko de la frua franca okazis en 2012, sed tiam plenumiĝis la enkonduko de la frua angla, dum franca estis enkondukita en la baza lernejo jam en 1995, kaj do evidente nur la instruistoj, kiuj jam de longe instruis entute havis lernantojn sen francaj lecionoj en la baza lernejo, krom ke en kelkaj kazoj instruistoj havis lernantojn el Germanio, kiuj tie ne sekvis francan instruadon.

Die Analyse der Antworten an die Frage, ob es einen Unterschied zwischen Schülern mit und Schülern ohne Französischvorkenntnisse am Ende der Sekundarschule gäbe, ist alarmierend: 72% der Antwortenden stellten fest, dass die Schülerinnen und Schüler mit Frühfranzösischunterricht am Ende der Sekundarschulzeit nur gleich gut oder sogar schlechter Französisch sprachen, als jene ohne Frühfranzösischunterricht, während nur 27% aussagten, dass das Französischniveau am Ende der Sekundarschule dank Frühfranzösisch höher sei. Auffällig: Jene, die versicherten, dass der frühe Französischunterricht ein positives Ergebnis erbracht habe, waren ausnahmslos neue Lehrkräfte, die nie Kinder ohne Französisch-Vorkenntnisse unterrichtet hatten. Ihre Antworten muss man also eigentlich ausser Acht lassen und dann ist das Ergebnis sogar einstimmig: Es ist offensichtlich, dass sich die Noten der Kinder in der französischen Sprache verschlechtert haben. Eine Verschlechterung des französischen Sprachniveaus wurde insbesondere nach der Einführung des Englischen an den Primarschulen beobachtet. Fragte man nach den durchschnittlichen Französischnoten der Lernenden am Ende der Sekundarschule, stellt man fest, dass die Durchschnittsnote der Kinder ohne Vorkenntnisse bei 4,375 und mit Vorkenntnissen bei 3,875 lag! Tatsächlich war also nach der Einführung des Frühfranzösischunterrichts nicht nur keine Verbesserung, sondern sogar eine deutliche Verschlechterung beim Französischsprachniveau der Kinder festzustellen!

Zwei Kommentare von Umfrageteilnehmer:
Die schwachen SchülerInnen sind mit 2 Fremdsprachen überfordert! In Französisch Ist die Motivation viel kleiner als in Englisch!

Niveau ist jedes Mal tiefer. Die Schüler können die Verben (avoir, être, faire, aller ...) nicht konjugieren, verstehen die einfachsten Begriffe der Kommunikation nicht (Quand? Qui? Pourquoi? Combien? ...). Französisch ist bei einigen Schülern bereits DAS Hassfach!

Diese Kommentare sind sehr beunruhigend und zeigen ganz deutlich, dass etwas beim Unterricht der französischen Sprache deutlich im Argen liegt!

La analizo de la respondoj al la demando, ĉu estas diferenco inter lernantoj kun kaj sen antaŭkonoj en la franca je la fino de la sekundara lernejo, estas okulfrapa: Nome 72% de la respondintoj konstatis, ke la gelernantoj kun frua instruado de la franca je la fino de la sekundara lernejo parolas same aŭ eĉ malpli bone la francan, ol tiuj, kiuj ne havis fruan instruadon, dum nur 27% diris, ke la nivelo de la franca fine de la sekundara lernejo altiĝis dank al la frua instruado de la franca. Okulfrapa: Tiuj, kiuj asertis, ke la frua instruado de la franca lingvo havis pozitivan rezulton, estis senescepte nur novaj instruistoj, kiuj neniam instruis infanojn sen antaŭkonoj de la franca lingvo! Tiujn respondojn oni do fakte ne devas konsideri, kaj tiam la rezulto fariĝas unuanima: Evidentiĝis, ke la notoj de la infanoj en la franca lingvo malboniĝis. Malboniĝo de la lingvonivelo en la franca lingvo precipe estis observita post la enkonduko de la angla lingvo en la baza lernejo. Kiam oni demandis pri la averaĝaj notoj por la franca lingvo de la lernantoj ĉe la fino de la sekundara lernejo, oni konstatas, ke la averaĝa noto por infanoj sen antaŭkonoj estas 4,375 kaj kun antaŭkonoj 3,875! Do efektive konstateblas ne nur neniu pliboniĝo, sed konsiderinda malboniĝo de la franca lingvonivelo post la enkonduko de la frua instruado de la franca lingvo!

Jen du komentoj de enketopartoprenantoj:
Die schwachen SchülerInnen sind mit 2 Fremdsprachen überfordert! In Französisch Ist die Motivation viel kleiner als in Englisch!
[La malfortaj gelernantoj de 2 fremdlingvaj estas tro ŝarĝitaj! Por la franca lingvo la motivado estas malpli granda ol por la angla]

Niveau ist jedes Mal tiefer. Die Schüler können die Verben (avoir, être, faire, aller ...) nicht konjugieren, verstehen die einfachsten Begriffe der Kommunikation nicht (Quand? Qui? Pourquoi? Combien? ...). Französisch ist bei einigen Schülern bereits DAS Hassfach!
[La nivelo daŭre malaltiĝas. La lernantoj ne scipovas konjugacii la verbojn (avoir, être, faire, aller …) kaj ne komprenas la plej simplajn komunikajn esprimojn (Quand? Qui? Pourquoi? Combien? …). La franca lingvo por kelkaj lernantoj jam estas LA malamfako!]

Tiuj komentaj estas maltrankviligaj kaj klare indikas, ke io pri la instruado de la franca lingvo estas en granda malordo!

Interessant ist auch die vollständige Unkenntnis der Sekundarlehrkräfte über die Reformen an den Primarschulen! Die Folgerung daraus ist, dass offensichtlich die Behörden, welche für die Primarschule verantwortlich sind, völlig unabhängig von den Behörden der Sekundarschule handeln. Es handelt sich hier möglicherweise auch um ein systematisches Problem: Die Primarschullehrkräfte werden an der Pädagogischen Hochschule ausgebildet, während die Ausbildung der Sekundarlehrer in der Regel an der Universität erfolgt. Und zwischen den beiden Institutionen besteht statt des Geistes einer Zusammenarbeit eine Konkurrenzsituation! Das Sinken des Niveaus der französischen Sprache fällt insbesondere mit der Einführung der englischen Sprache zusammen! Im Jahr 2012 fand ja nicht die Einführung des Frühenglischen statt, sondern ab dem Jahr 2012 kamen die ersten Kinder, die seit der 2. Klasse Frühenglischunterricht genossen in die 5. Klasse und mussten nun beide Englisch und Französisch gleichzeitig lernen! Und tatsächlich wurde aus den Kommentaren deutlich, dass durch die Einführung des Englischen nicht nur die Leistungen im Französischen sondern auch in der deutschen Muttersprache und in anderen Fächern negativ beeinflusst wurden. Umfrageteilnehmer kommentierten das wie folgt:

Erschreckend ist, dass seit einigen Jahren eine extreme Inkompetenz der Sprache Deutsch zu beobachten ist.

Ich stelle mit Besorgnis fest, dass den Schüler-/innen wichtige Fähigkeiten (Basis in der Landessprache, handwerkliches Geschick, fundiertes Wissen in Realien (Heimatkunde, Bio, Geographie, Geschichte...)) zunehmend fehlen.

Interesa estas ankaŭ la kompleta nescio de la sekundarlernejaj instruistoj pri la reformoj en la bazaj lernejoj! La konkludo el tio estas, ke evidente la aŭtoritatoj, kiuj respondecas por la baza lernejo, agadas tute sen rilato kun la aŭtoritatoj por la sekundaraj lernejoj. Tio eventuale estas sistema problemo: La instruistoj por la bazaj lernejoj studas en la pedagogia altlernejo, dum la sekundaraj instruistoj en la universitato. La du institucioj apenaŭ interrilatas! La malaltiĝo de la nivelo de la franca fakte koincidas kun la enkonduko de la angla lingvo! En 2012 ja ne okazis la enkonduko de la frua instruado de la franca lingvo, sed en la jaro 2012 la unuaj infanoj, kiuj ek de la 2-a klaso lernis la anglan eniris la kvinan klason kaj nun devis samtempe studi kaj la francan kaj la anglan! Kaj fakte el la komentoj evidentiĝas, ke de la enkonduko de la angla ne nur suferis la rezultoj en la franca lingvo sed ankaŭ la germana kaj aliaj fakoj. Respondintoj komentis tion sekve:

Erschreckend ist, dass seit einigen Jahren eine extreme Inkompetenz der Sprache Deutsch zu beobachten ist.
[ŝokiga estas la fakto, ke ek de kelkaj jaroj observeblas malkompetento en la germana lingvo.]

Ich stelle mit Besorgnis fest, dass den Schüler-/innen wichtige Fähigkeiten (Basis in der Landessprache, handwerkliches Geschick, fundiertes Wissen in Realien (Heimatkunde, Bio, Geographie, Geschichte...)) zunehmend fehlen.
[Mi konstatas kun zorgo, ke al la gelernantoj pli kaj pli mankas gravaj kapabloj (bazo en la loka landlingvo, manlabora lerteco, funda scio en sciencaj fakoj (civitaneca instruo, biologio, geografio, historio …).]

Ein völlig anderes Bild ergab sich aus dem Englischunterricht. Die meisten Lehrkräfte stellen einen grossen Unterschied vor und nach der Einführung des Frühenglischen fest. Die Kinder mit Frühenglischunterricht hatten am Ende ihrer Schulzeit bessere Englischnoten als die Kinder ohne Frühenglisch, nämlich im Durschnitt 4,64 statt zuvor 4,25. Ganz allgemein ist das Niveau der Kinder im Französischen höher als jenes im Englischen.

Kommentare der Umfrageteilnehmer:
recht gut motiviert: nur wenige zweifeln am Sinn des Englisch-Unterrichts

Die Schüler und Schülerinnen können sich erstaunlich gut auf Englisch unterhalten uns sind sehr motiviert.

Man kann also feststellen, dass die Englischnoten sich nach der Einführung des Frühenglischen um 0,4 Punkte verbessert haben. Der Preis dafür ist allerdings hoch: Gleichzeitig sanken nämlich die Französischnoten um 0,6 Punkte und litten auch die Leistungen in Deutsch, Mathematik, Handarbeiten und Naturwissenschaften. Die Frage stellt sich zudem, inwiefern diese Verbesserung am Ende der Mittel- oder Berufsschulzeit noch messbar sein dürfte.

Tute alian bildon oni ricevas pri la instruado de la angla. La plimulto de la instruistoj konstatas grandan diferencon post la enkonduko de la frua instruado de la angla rilate la lingvonivelon, kaj la infanoj kun frua instruado de la angla en la plej multaj kazoj ĉe la fino de la lernejo havas pli bonajn notojn en la angla lingvo, nome 4,64 anstataŭ 4,25. Ĝenerale la nivelo de la angla lingvo ĉe la infanoj estas pli alta ol tio de la franca lingvo.

Komentoj de la enketitoj:
recht gut motiviert: nur wenige zweifeln am Sinn des Englisch-Unterrichts
[tre bone motivitaj, nur malmultaj dubas pri la utileco de la angla instruado]

Die Schüler und Schülerinnen können sich erstaunlich gut auf Englisch unterhalten uns sind sehr motiviert.
[La gelernantoj mirige bone povas interparoli en la angla kaj estas tre motivitaj]

Oni do povas konstati, ke la notoj en la angla lingvo pliboniĝis post la enkonduko de la frua angla instruado je averaĝe 0,4 poentoj. Tio por si mem estas pozitiva, sed la prezo evidente estas alta, ĉar tamen samtempe la nivelo de la franca malaltiĝis je 0,6 poentoj, kaj malaltiĝis ankaŭ la nivelo en la germana lingvo, en matematiko, la manlaboraj fakoj kaj naturscienco. La demando estas krome je kiu grado tiu pliboniĝo en la angla lingvo estos ankoraŭ mezurebla je la fino de la mezlernejo aŭ profesia lernejo.

Eine weitere Frage erkundigte sich nach der Meinung über Anzahl der zu unterrichtenden Sprachen. Ich wollte wissen, ob die Lehrkräfte eine, zwei oder mehr Fremdsprachen in der Primarschule bevorzugen würden. Die Ergebnisse waren ziemlich eindeutig:


Leidglich 14.3% der Sekundarlehrkräfte unterstützten die Unterrichtung von 2 Fremdsprachen in der Primarschule.

Alia demando celis la opinion pri la nombro de instruataj lingvoj. Mi volis scii, ĉu la instruistoj favoras neniun, unu, du aŭ pli da fremdaj lingvoj en la baza lernejo kaj kiujn. La rezulto estis tre okulfrapa:


Nome nur 14.3% de la sekundarlernejaj instruistoj favoras la instruadon de 2 fremdaj lingvoj en la baza lernejo.


Auf die Frage, welche Sprache unterrichtet werden soll, bevorzugten 80% Englisch und alle, die den Unterricht von nur einer Sprache befürworteten befanden, dass dieser Unterricht obligatorisch zu sein habe.

Die letzte Frage betraf das Alter für die Einführung der Fremdsprache in der Primarschule. Eine Mehrheit sprach sich hier für einen Beginn des Fremdsprachenunterrichts in der 4. Klasse aus.


Al la demando pri kiu lingvo estu instruita, 80% farvoris la anglan, kaj ĉiuj, kiuj favoris instruadon de unu lingvo, opiniis, ke la instruado de tiu lingvo estu deviga.

Lasta demando temis pri la aĝo de la enkonduko de la fremda lingvo en la baza lernejo. En tiu punkto ŝajnas, ke la 4- klaso estas la plej favora momento.

Schlussfolgerung
Selbstverständlich sind die Ergebnisse meiner sehr bescheidenen Untersuchung in keiner Weise repräsentativ und sie vermitteln somit lediglich einen ersten Eindruck und zeigen gewisse Tendenzen auf.

Man kann einen signifikanten Unterschied zwischen den Ergebnissen beim Französisch- und beim Englischunterricht feststellen, frappierend ist die Tatsache, dass sich der Französischunterricht an der Primarschule nach der Einführung des Frühenglischen zu einem eigentlichen Fiasko entwickelt hat. Es macht den Anschein, dass der gleichzeitige Unterricht von zwei Fremdsprachen an der Primarschule für die weniger prestigeträchtige der beiden Sprachen sehr negativ ist. Während bei den Kindern eine grosse Motivation zum Erlernen der englischen Sprache besteht, ist die Motivation für das Erlernen des Französischen eher gering und die Folge davon ist der Misserfolg des Französischunterrichts an der Primarschule. Man muss daher feststellen, dass der Unterricht der französischen Sprache beim gleichzeitigen Unterricht der englischen Sprache zum aktuellen Zeitpunkt in der aktuellen Form reine Zeit- und Geldverschwendung und nicht nur nicht nützlich, sondern sogar schädlich ist, da die Kinder in vielen Fällen am Ende der Sekundarschulzeit nicht nur nicht besser Französisch sprechen, sondern auch Probleme bei der Kompetenz in der deutschen Muttersprache und in den naturwissenschaftlichen und handwerklichen Fächern auftreten.

Wenn man die Sekundarlehrkräfte fragt, wie viele Fremdsprachen in der Primarschule unterrichtet werden sollen, dann unterstützten nur 14,3% den Unterricht von 2 Fremdsprachen, also den Status Quo, während 21,4 % gar keine und 64,3% nur eine Fremdsprache wünschen. Auf die Frage, welche Sprache das sein soll, befürworten  80% das Englische und 20% das Französische.

Konkludo
Memkompreneble la rezultoj de mia tre modesta enketo neniel estas reprezentaj kaj montras tial nur unuan impreson kaj tendencon.

Oni devas okulfrape konstati, ke estas granda diferenco inter la rezultoj de la instruado de la franca kaj de la angla lingvoj, nome ke la instruado de la franca lingvo en la baza lernejo fariĝis post la enkonduko de la angla granda fiasko. Ŝajnas, ke la samtempa instruado de du fremdaj lingvoj en la baza lernejo estas malfavora por la malpli prestiĝa el la du lingvoj. Dum ekzistas granda motivado lerni la anglan, la motivado por lerni la francan ĉe la infanoj estas malata kaj la rezulto estas malsukceso de la instruado de la franca lingvo en la baza lernejo. Oni devas konstati, ke la instruado de la franca lingvo en la baza lernejo, dum samtempe estas instruata la angla, en la aktuala formo do evidente estas perdo da tempo kaj mono kaj ne nur ne utila sed eĉ damaĝa, ĉar la infanoj en multaj kazoj ne nur ne pli bone parolas la francan fine de la sekundara lernejo, sed ankaŭ estiĝas problemoj pri la kompetenteco de la gelernantaj en aliaj fakoj, nome en la denaska germana lingvo kaj en la natursciencaj kaj manlaboraj fakoj.

Kiam oni demandas la sekundarlernejajn instruistojn, kiom da lingvoj oni instruu en la baza lernejo nur 14,3% favoras la instruadon de 2 fremdaj lingvoj, do la nunan staton, dum 21,4 % entute ne deziras fremdlingvan instruadon en la baza lernejo kaj 64,3% nur unu. Al la demando, kiu lingvo estu instruita, 80% favoris la anglan kaj nur 20% la francan.

Weiterführende Literatur und Artikel zum Thema|Aldona literaturo kaj artikoloj pri la temo:
lic. phil. Sybille Heinzmann, Prof. Dr. Marianne Müller, lic. phil. Marta Oliveira, Prof. Dr. Andrea Haenni Hoti und Prof. Dr. Werner Wicki: Englisch und Französisch auf der Primarstufe – Verlängerung des NFP-56-Projekts, Schlussbericht; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Schulsynode des Kantons Basel Stadt: „Erfahrungen mit Passepartout nach einem halben Jahr – Ergebnisse einer Umfrage durchgeführt im Januar 2012"; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Schulsynode des Kantons Basel Stadt: „Die Schulsynode zur Umsetzung des Projekts Passepartout"; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

SRF: „Französisch in der Primarschule ist umstritten"; Dokument und TV-Serndung aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Luzerner Zeitung: „Frühfranzösisch: Bundesrat warnt die Kantone"; Zeitungsartikel aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

NZZ: „Alain Berset: Französisch in der Primarschule ist Pflicht"; Zeitungsartikel aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

20 Minuten: „Weg mit Französisch – Englisch genügt"; Zeitungsartikel aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Roberto Bernhard: „Wird am Sprachfrieden gefeilt oder gerüttelt?"; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Hanspeter Amstutz: „Nur eine Fremdsprache an der Primarschule, diese dafür richtig"; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Bettina Imgrund und Christine Le Pape Racine in Babylonia: „Ja zu zwei Fremdsprachen an der Primarschule"; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Migg Hehli: „Reformprojekt 2012 – Fremdsprachenunterricht im Kanton Appenzell Innerrohden"; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

PHZH Positionspapier: „Zwei Fremdsprachen in der Primarschule"; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Schule und Elternhaus, Medienmitteilung: „Fremdsprachenunterricht an den Primarschulen der deutschen Schweiz"; Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Andrea Haenni Hoti & Erika Werlen: „ Englischunterricht (L2) in den Zentralschweizer Primarschulen: Hat er einen positiven oder negativen Einfluss auf das Leseverständnis der Schüler/innen in Deutsch (L1)?", Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Wolfgang Krischke in Zeit Online: „Nutzloser Frühstart - Warum Englisch für Grundschüler doch keine so tolle Idee ist", Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.24

Walliser Bote: „Lachmatter: Englisch als erste und einzige Fremdsprache", Dokument aus dem Internet, konusltiert am 2014.05.24

Blog "Schule Schweiz": Pascal Büsser: "Primarfremdsprachen im Linthgebiet", Internetseite, konsultiert am 2014.05.28

Urs Kalberer in Babylonia: "Replik zu 'Den Übergang meistern' von Daniel Stotz", Dokument aus dem Internet, konsultiert am 2014.05.28

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